Crystalnacht

from by Jibba

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lyrics

03. Crystalnacht

1. Es wird stürmisch, die Kälte klirrt.
Es verwirrt mich, ich friere nicht wirklich.
Mir wird irgendwie warm. Ist schon komisch,
wenn man stirbt, obwohl man schon tot ist.
Ich habe dem Flüstern weißer Federn gelauscht.
Der Himmel geht auf und ich sehe hinauf.
Ich laufe weiter übers Eis. Wenn der Schnee erstmal taut,
verliere ich den Boden unter meinen Sohlen, fü(h)r ein Leben im Rausch.
Meine Seele ist taub - mir egal, ich spür die Kälte nicht.
Selten ist die Welt für mich ein Ort, wo ich ich selber bin.
Menschen sind mir fremd, so wie ich es meinen Eltern bin.
Dabei bin ich noch das selbe Kind.
Und wenn sie sagen, es wird besser, dann weißt du, dass sie lügen.
Wenn die Bahnen wieder scheppern, entgleisen mir die Züge.
Trage Ice an meinen Füßen, kann die Beine nicht mehr heben,
doch um zu fallen muss man sich lösen.
Ich bin bewegungsunfähig und suche Spuren,
doch als wär ich nie gewesen seh ich weit und breit nur gähnende Leere.
Ich versteh es nicht, erklärs mir, ich versuch nur
meinen Weg zu gehen über jenen Weg voller Scherben, doch verblute
hier im Nebel aus Sternenstaub.
Könnte anders leben, aber lege keinen Wert darauf.
Nicht mehr als ein Schemen, wenn ich über diese Erde lauf.
Ich fühle mich krank und das nur, weil ich die Wärme brauch.
Wenn die Berge tauen und das Wasser wieder fließt,
sich ins kalte Meer ergießt, im antarktischen Gebiet, 
wo die Sonne lang nicht schien, ja, dann schau ich wieder auf,
blinzel müde in das Licht und laufe grade aus, wieder raus hier.

2. Kennst du das Geräusch von fallendem Schnee?
Der Geruch, wenn die Eisblumen welken?
Kannst du sehn, wie alles vergeht, alles verweht?
Mit den letzten Blättern fällt der erste Schnee und die Welt steht still.
Die Kälte brennt in der Brust.
Mein Atem hängt wie Gespenst in der Luft.
Ich hab seit Tagen nicht geschlafen und ich jage den Kristallen nach,
schmecke den befremdlichen Kuss
von bitteren Scherben, und tausend kleine Nadeln
stechen in mein Kopf. Winde fauchen durch die Straßen.
Meine Augen sind so groß wie das Loch in meinem Magen
und mit tauben Emotionen lauf ich stotternd durch die Straßen.
Ich will, dass die Wärme dieses Eis taut.
Morgen wird es anders? Scheiß drauf!
Ich glaube, ich bin für die Zukunft nicht bereit
und verweile noch ein bisschen in der guten, kalten Zeit.

3. Kannst du die Polarlichter sehn?
Wie sie auf und ab tanzen, bis die Farben verwehn?
Grad eben war mir noch warm, aber jetzt ist egal, 
denn der Himmel hängt voller Farben.
Kannst du die Polarlichter sehn?
Wie sie auf und ab tanzen, bis die Farben verwehn?
Grad eben warn sie noch da, man, ich habs doch gesehen.
Doch sie verblassen im Nebel.
Bis ich merke, dass das gar keine Polarlichter sind.
Der Himmel wird schwarz und die Farben verschwinden.
Und was bleibt, ist das Neonlicht der Scheiß Röhren
und das Strobo-Licht der Scheinwerfer. Club Exit.

credits

from Replicatio, released February 15, 2019
Text und Musik: Jibba
Mix and Mastering: Matthias Müller @ SUNROCK Studios
Management: Tim Krchov @ Jonez Entertainment

(P) + (C) 2019 Sunny Jonez, LC 83218
Verlag: SUNROCK Publishing
www.facebook.com/sunjonez

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