Replicatio

by Jibba

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about

Digital & Streaming:
sunrock.lnk.to/Replicatio

credits

released February 15, 2019

Text und Musik: Jibba
Mix and Mastering: Matthias Müller @ SUNROCK Studios
Management: Tim Krchov @ Jonez Entertainment

(P) + (C) 2019 Sunny Jonez, LC 83218
Verlag: SUNROCK Publishing
www.facebook.com/sunjonez

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5ünfhundert Germany

Buddha, Friedrich Chiller, Jibba, Martini, Nemo.

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Track Name: Intro
01. Intro

1. Das hier ist der Anfang vom Anfang,
ist der Ursprung und alles was dann kam.
Denn jeder Anfang ist Mitte und Ende zugleich,
ein Kreis, der die Grenzen vereint.
Öffne deine Augen, mach dich von den Ängsten frei!
Blick in die Pupille der Unendlichkeit!
Das hier ist das Auge ohne Fokus,
das Schauen ohne Raum und der Tau auf dem Lotus,
der Geruch wenn die Sonne auf die Blätter fällt,
das bin ich, das bist du und der Rest der Welt,
das ist die Eins, die alles in sich vereint,
ist alles und Nichts zugleich, ein rotierender Kreis,
das ist Bewegung, sich ständig um sich selbst drehn
und im Zentrum die Welt in sich selbst sehn,
das ist das, was schon tausendmal gesagt wurde,
was du weißt, aber dir bisher nicht klar wurde,
das ist das Wissen, was man hat, auch verstehen lern,
ohne Kompromiss vom Leben lern, ohne Gegenwehr.
Keiner weiß, was die Sonne ohne Regen wär,
das ist Mukke, die mit jedem Vers deine Seele wärmt.
Von mir wirst du keine Antworten erhalten.
In jedem Fragezeichen ist der Punkt bereits enthalten.
Und die Angst ist wie ein Kraken, ich schneide die Tentakeln los.
Das ist Replicatio!
Track Name: Glutsand
02. Glutsand

1. Sieh, wie der Flammenball erwacht und die Dünen erklimmt.
Ich laufe durch den Sand, aber meine Füße versinken.
Warte schon seit Tagen auf eine Brise kühlenden Wind 
aber nada. Die Zeit rieselt dahin.
Plötzlich merke ich, wie müde ich bin
und der letzte Tropfen Wasser rinnt mir über das Kinn.
Ich verspür in dieser Mystik einen tieferen Sinn
und seh, wie hinter mir die Pyramiden verschwinden.
Es hängt ein Flimmern in der Luft über der Wüste und verschwimmt
mit dem Horizont zu eine Linie und verschwindet.
Hinter dem glühenden Himmel ist so vieles zu finden
und so folge ich den Zeichen, denn sie führen mich hin.
Von diesem Ort träumte ich früher als Kind.
Im Fieber hörte ich das Lied der Hydra erklingen.
Sie rief mich in die Wüste zu den Füßen der Sphinx
und sagte: Wer sich selbst sucht, der wird niemanden finden.

2. Ich folge den Lehren der Brahmanen, der Schamanen und den Sternenbahnen,
so, als wär es grad ne psychedelische Erfahrung.
Wie der Leviathan erheb ich mich mit den Passaten
und sieh da, in der Kalahari erblühen Akazien.
Ich weiß, jede Oase ist eine Fata Morgana,
nichts ist real, aber alles, was ich sehe, ist wahr.
Willkommen im Nirvana.
Und bestimmt wird Samsara mal vergehen mit der Zeit
und der Wind rüttelt weiter an Ästen, doch nie an der Wurzel,
sammelt meine Kräfte und auf einmal steht der Sturm still.
Ich webe Nervenstränge und Gedankengänge 
miteinander ins Geflecht des einen Stoffes, der die Welt zusammen hält.
Die Adern liegen tief in der Erde,
pulsieren und vibrieren stärker, spürst du die Wärme
in den, Netzen die im Untergrund
alles vereinen und an einem Punkt verbunden sind? Unity.

3. Ich entleere den Geist
und das Rauschen der Bäume und das Rauschen des Meeres sind Eins.
Nichts ist geteilt.
Es gibt keine Zwei, nein, es gibt nur die Eins.
Die Geschichte der Zeit ist unendlich und lang
und du und ich nicht mehr als ein flüchtiger Gedanke.
Aber solang ich Geschichten erzähl jeden Abend
bleibst du am Leben, meine Scheherazade.
Denn ich webe in die Adern der Welt deinen Namen.
Der Wind weht am Abend durch die Städte und Arkaden.
Und die Blätter der Akazien in der Kalahari
verwehen mit dem Ende der Dekaden.
Und der Mond über der Wüste ist blutrot und glüht.
Liebe ist nicht utopisch, nicht bloß so’n Gefühl.
Verlasse meine Form wie der Wind und die Luft
mit dem Herz eines Kinds in der Brust.

4. Da, wo nichts ist, da find ich mich.
Das, was ich suche, bin ich nicht.
Ich befrei mich von der Illusion,
dass da irgendjemand ist, der mir innewohnt
und der irgendwann befreit wird
und ich der, der ich bin, wirklich sein werd.
Ich bin nicht dieser oder jener,
ich bin Leben, und das mehr denn je
zwischen Wüste und Nichts.
Die Leere hier beweist, dass da irgendetwas ist.
Weder geboren noch gestorben.
Jede Form ist Leere und jede Leere ist Form.
Track Name: Crystalnacht
03. Crystalnacht

1. Es wird stürmisch, die Kälte klirrt.
Es verwirrt mich, ich friere nicht wirklich.
Mir wird irgendwie warm. Ist schon komisch,
wenn man stirbt, obwohl man schon tot ist.
Ich habe dem Flüstern weißer Federn gelauscht.
Der Himmel geht auf und ich sehe hinauf.
Ich laufe weiter übers Eis. Wenn der Schnee erstmal taut,
verliere ich den Boden unter meinen Sohlen, fü(h)r ein Leben im Rausch.
Meine Seele ist taub - mir egal, ich spür die Kälte nicht.
Selten ist die Welt für mich ein Ort, wo ich ich selber bin.
Menschen sind mir fremd, so wie ich es meinen Eltern bin.
Dabei bin ich noch das selbe Kind.
Und wenn sie sagen, es wird besser, dann weißt du, dass sie lügen.
Wenn die Bahnen wieder scheppern, entgleisen mir die Züge.
Trage Ice an meinen Füßen, kann die Beine nicht mehr heben,
doch um zu fallen muss man sich lösen.
Ich bin bewegungsunfähig und suche Spuren,
doch als wär ich nie gewesen seh ich weit und breit nur gähnende Leere.
Ich versteh es nicht, erklärs mir, ich versuch nur
meinen Weg zu gehen über jenen Weg voller Scherben, doch verblute
hier im Nebel aus Sternenstaub.
Könnte anders leben, aber lege keinen Wert darauf.
Nicht mehr als ein Schemen, wenn ich über diese Erde lauf.
Ich fühle mich krank und das nur, weil ich die Wärme brauch.
Wenn die Berge tauen und das Wasser wieder fließt,
sich ins kalte Meer ergießt, im antarktischen Gebiet, 
wo die Sonne lang nicht schien, ja, dann schau ich wieder auf,
blinzel müde in das Licht und laufe grade aus, wieder raus hier.

2. Kennst du das Geräusch von fallendem Schnee?
Der Geruch, wenn die Eisblumen welken?
Kannst du sehn, wie alles vergeht, alles verweht?
Mit den letzten Blättern fällt der erste Schnee und die Welt steht still.
Die Kälte brennt in der Brust.
Mein Atem hängt wie Gespenst in der Luft.
Ich hab seit Tagen nicht geschlafen und ich jage den Kristallen nach,
schmecke den befremdlichen Kuss
von bitteren Scherben, und tausend kleine Nadeln
stechen in mein Kopf. Winde fauchen durch die Straßen.
Meine Augen sind so groß wie das Loch in meinem Magen
und mit tauben Emotionen lauf ich stotternd durch die Straßen.
Ich will, dass die Wärme dieses Eis taut.
Morgen wird es anders? Scheiß drauf!
Ich glaube, ich bin für die Zukunft nicht bereit
und verweile noch ein bisschen in der guten, kalten Zeit.

3. Kannst du die Polarlichter sehn?
Wie sie auf und ab tanzen, bis die Farben verwehn?
Grad eben war mir noch warm, aber jetzt ist egal, 
denn der Himmel hängt voller Farben.
Kannst du die Polarlichter sehn?
Wie sie auf und ab tanzen, bis die Farben verwehn?
Grad eben warn sie noch da, man, ich habs doch gesehen.
Doch sie verblassen im Nebel.
Bis ich merke, dass das gar keine Polarlichter sind.
Der Himmel wird schwarz und die Farben verschwinden.
Und was bleibt, ist das Neonlicht der Scheiß Röhren
und das Strobo-Licht der Scheinwerfer. Club Exit.
Track Name: Zurück zum Glück
04. Zurück zum Glück

(Und denk ich an die Zeit zurück
hol ich sie wieder, Stück für Stück.
Bin immer noch auf der Suche nach Glück
und weiß, ich find es Stück für Stück.)

1. Ich wünsche mich wieder zurück an den Teich,
vorbei an Wiesen zu der Brücke im Wald.
Die Sonne streift über die Büsche und scheint so heiß,
ich dachte, es wird immer so bleiben.
Die Früchte sind reif, ich sitz in den Zweigen,
greife einen Apfel, beiße ab und hör ihn leise knacken.
Die Erinnerung schmeckt bitter im Hals.
Ich vermisse die Zeit.
Bitte lass mich nur noch hier verweilen, denn ich weiß,
irgendwo hier muss die Antwort sein, ich bin mir sicher.
Vielleicht liegt sie da hinten bei den Holzbausteinen,
bitte lass mich nur kurz nachschaun dazwischen - bitte!
Ich verlier mich in den Bildern und Erinnerungen,
sehe keinen Zweck darin, habe keinen Sinn gefunden.
Wusste mal was Glück ist, wünsche mich zurück
an die Küste, vermisse das Salz auf meinen Lippen.
Sehe mich wieder auf dem Klinikgelände
der Psychiatrie und mir frieren die Hände, aber egal.
Ich greife nach dem kalten Metall, um meinen Rollstuhl selber 
schieben zu können, was ist geblieben am Ende?
Nur eine Handvoll Narben, Schmerzen, wenn es kalt ist.
Ich laufe auf die Straße aber fühle nichts.
Und wohin ich gehen soll? Keine Ahnung, man, ich weiß nicht.
Ich habe verlernt, wie man sich Ziele setzt.
Da liegen Reste auf dem Tisch von der Mische gestern.
Ich zähl die Fliegen auf den angefressenen Pizzarändern,
starre zur Decke, warte auf das Ende
und hoffe, dass ich mich vergesse.

Aber eines Tages kehre ich zurück zum Glück.

2. Hilflosigkeit ist im Regen zu verbrennen,
Schönheit heißt jemanden erkennen,
Lieben heißt sich zu erinnern, ich erinnere mich nicht mehr.
Ich vergaß, ich bin kein Kind mehr.
Ich hätte gerne so ein Leben geführt
wie die Fünf Freunde, das Boot wird an Pfählen verschnürt,
ich hätte Inseln erkundet, dunkle Höhlen erforscht,
wäre für immer verschwunden an einen schöneren Ort,
doch ich bin immer noch hier - inzwischen abgefuckt.
Erinner mich an den Geschmack von frischem Apfelsaft.
Spul zurück zu dem Stück meines Lebens, dass so süß schmeckt,
wo hinter jedem Handeln ein Gefühl steckt.
Heute hab ich das Gefühl, keins zu haben.
Gehe auf die Straße, würde mich gern schlagen.
Gib mir keine Wärme, ich will die kalte Leere.
Gib mir keinen Halt, ich falle gerne.

3. Aber eines Tages kehre ich zurück zum Glück,
befrei mich von der Leere, Stück für Stück.
Irgendwo da vorne ist das Licht in Sicht
und Aufgeben gibt es nicht, nein!
Aber eines Tages kehre ich zurück zum Glück,
befrei mich von der Leere, Stück für Stück.
Irgendwo da vorne ist das Licht in Sicht
und Aufgeben gibt es nicht, nein!
Aber eines Tages kehre ich zurück zum Glück,
befrei mich von der Leere, Stück für Stück.
Irgendwo da vorne ist das Licht in Sicht
und Aufgeben gibt es nicht, nein!
Werde einen letzten Blick zurück
und laufe nach vorne, Richtung Licht.
Stück für Stück Richtung Glück, nur nach vorn,
denn ich such es nicht länger dort, wo ich es verlorn hab.

Aber eines Tages kehre ich zurück zum Glück.
Stück für Stück.
Track Name: Maya
05. Maya

„Auf das Leben“, sagte sie und schenkte nochmal ein,
„Wir sind jung und das Ende ist noch weit
und vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit
was zu ändern.“ Und dann hat sie mir die Hände gereicht.
Und ich schlug ein, ich mein, die Nacht war noch jung
und ja, ich fühlte mich so langsam betrunken.
Gab ihr die Hand auf einen kleinen Tanz, was ist schon dabei?
Hauptsache, ich schlaf heute nicht auf ihrem Sofa ein.
Denn diesen Fehler hab ich schon zu oft gemacht,
meistens wenn ich zu besoffen war.
Doch ihre verlockenden Blicke machen es schwer, zu widerstehen
und ich möchte ihr mein Herz zu Füßen legen.
Du Wunderschöne, breite noch einmal deinen Mantel aus
über mein Haupt, gib mir Sicherheit, mach alles taub,
flüstert doch einmal die paar Worte in mein Ohr,
die ich so gerne höre, und dann machen wir uns fort.

Refrain:
Und ich gab mich ihr hin,
wieder eine Nacht verbracht mit der Illusion.
Und ich gab mich ihr hin,
fiel in einen tiefen Schlaf in ihrem Schoß.
Und ich gab mich ihr hin,
wieder eine Nacht verbracht mit der Illusion.
Sie sagte: „Alles macht Sinn
von dem Tag der Geburt bis in den Tod.“

2. Ich kann mich des Whiskeys nicht erwehren,
wölbe meine Finger um das Glas, als würd es wärmen,
blicke zu Sternen, kann nicht schlafen,
die Gedanken machen müde, ich verlier sie in den Straßen.
Sie fängt sie auf, ein Blick in ihre Augen
verrät mir, dass sie weiß, woran ich denke und hier draußen
sind wir beide ganz allein. Sie schenkt mir ein Lächeln,
ich kann an nichts andres denken als ihre Lippen zu schmecken
und ich küsse ihr die Worte von den Lippen,
bittersüße Küsse, Gott, was hab ich sie vermisst.
Und als wüsste sie woran ich fast ersticke
reicht sie mir die Kippe und ich atme pures Gift.
Welch ein Glück durchfließt mich beim Anblick des geliebten Gesichts,
du Schönheit, du Engel, du bist
meine Rettung stets gewesen in den Nächten voller Zweifel.
Nimm mich noch ein letztes Mal mit zu dir heim und bleib bei mir.

Refrain

Und ich gab mich ihr hin,
so wie damals als Kind. „Alles macht Sinn.
Alles wird gut.“ Und ich hab ihr vertraut.
„Alles wird gut.“ Und ich habs ihr geglaubt.
Und dann wachte ich auf, wie schon so oft,
auf ihrer Couch mit einem Hämmern im Kopf.
Verloren und allein gelassen.
Warum nur habe ich mich darauf eingelassen?
Track Name: Phoenix
06. Phoenix

1. Wie jeden Abend alleine,
dresche wieder Phrasen im Geiste,
wie: "Wenn man zu nah an der Sonne fliegt verbrennt man sich."
Ja, gut zu wissen, aber ändert nichts.
Bringt mir nichts, all die Floskeln.
"Ohne Licht kein Schatten." Ja, toll, ich sitz trotzdem
im Dunkeln, Zimmertür ist abgeschlossen.
Da sind Schatten ohne Lichter in meinem Dachgeschoss,
hab sie letzte Nacht getroffen und wir sind Freunde geworden.
Seitdem begleiten sie mich immer treu in den Morgen.
Man sagt: "Ist ein Phoenix in dem Feuer gestorben
wird aus der Asche am Boden wieder ein neuer geboren."
Ich hab gebrannt, bin verglüht,
lieg im Staub, lass mich einfach hier liegen.
Ich weiß: „Wenn man hinfällt soll man wieder aufstehen
und ein neuerliches Straucheln in Kauf nehmen.“
Ja, ich weiß, ist sicher auch was dran,
doch: „Leichter gesagt als getan.“
Ich war da, um dich in der Kälte zu wärmen,
aber: „Sieht man ein Leuchtturm, dann hält man sich fern.“
und auch: „Sternschnuppen siehst du erst, wenn sie verbrannt sind.“
Doch was nützen mir die Gedanken?
Mein Kopf ist leer bis zum Rand,
„Jedes Leben ist zum Sterben verdammt."
und ich werde bis dahin alles zerstören, was ich lieb.
Habe bitterlich gefroren, als dein Körper mich verließ.
Ich seh noch immer deinen Schatten an der Wand,
deine Finger verlassen meine Hand und ich lasse jetzt los.
Will die klugen Sprüche nicht mehr hören müssen,
die sagen: „Kopf hoch, es wird schon irgendwie.“
Der Phoenix verbrannt, doch er steht nicht mehr auf.
Alles, was bleibt, ist Asche und Staub.  
Track Name: Der Kleine Prinz
07. Der kleine Prinz

1. Manchmal fühle ich mich wie der kleine Prinz,
ich suche meinen Stern, aber finde nicht mehr hin.
Ich bin gefangen auf der Erde und ich bin
echt der Meinung, ich gehöre hier nicht hin.
Find ich in der Ferne einen Sinn? Werd ich sterben und als Kind
wiederkehren, um zu lernen, wo das Sternenlicht beginnt?
Dann werde ich bestimmt neu erwachen dank der Liebe,
schöpfe Kraft aus der Macht der Fantasie.
Male mir ein Schaf und dann sage mir, begreifst du nicht,
dass darin die Freiheit liegt? Dass du nicht alleine bist?
Denn eigentlich macht es die Sterne schön,
weil sie an eine Blume erinnern, die man nicht sehen kann.
Wohin führt der Weg? Kein Plan, wohin wir gehn.
Alles, was ich will, ist zurück auf mein Planet,
da, wo meine Blume steht und schon lange auf mich wartet.
Ich muss zurückkehren, machs gut! Das wars jetzt.

2. Manchmal fühle ich mich wie der kleine Prinz,
ich suche meinen Stern, aber finde nicht mehr hin.
Ich bin gefangen auf der Erde und ich bin
mir nicht sicher, ob ich werde, was ich bin.
Siehst du in der Ferne, dort ist mein Planet,
da, wo meine Blume steht, würd gern wissen, wies ihr geht,
würd sie gerne wiedersehen, weil auch sie einmal vergeht.
Ich besitz auch drei Vulkane, zwei davon sind tätig,
doch ich bin mir nicht sicher bei dem dritten - man kann ja nie wissen.
Alles, was ich weiß, ist, dass ich sie vermisse.
Ich fühl mich hier nicht daheim, ich fühle mich fremd,
ich fühle mich allein, weil mich keiner von euch kennt,
fühle mich wie ein Gespenst, fühl mich wie der kleine Prinz,
aber letzten Endes bleibe ich solange Jim
bis ich eine Schlange find, die mich dann nach Hause bringt,
zurück, wo ich hin gehör, dahin, wo der Traum beginnt.

3. Manchmal fühle ich mich wie der kleine Prinz,
ich suche meinen Stern, aber finde nicht mehr hin.
Ich bin gefangen auf der Erde und ich bin
so wie alles auf der Suche nach dem Sinn.
Aber ich bin blind, weil mein Weg durch die Nacht führt.
Es macht die Wüste schön, dass sie irgendwo einen Schatz birgt.
Das, was ich nicht sehen kann, fühle ich so stark,
dass ich weiß, dass es alles überdauert und egal,
was auch kommen mag, das Gefühl ist immer da.
Nach einem langen Tag, da versinke ich im Schlaf.
Langsam wird es Nacht, doch die Sonne ist nicht weg,
sie scheint nur grade für die anderen Menschen,
auf der anderen Hälfte, in einer anderen Welt.
Irgendwo wird sicher grade ein Schatten erhellt,
das ist, was zählt. Wenn ich wieder mal den Sinn such,
blick ich in die Sterne und dann weiß ich, wo ich hin muss.

4. Manchmal fühle ich mich wie der kleine Prinz,
ich suche meinen Stern, aber finde nicht mehr hin.
Ich bin gefangen auf der Erde und ich bin
mir nicht sicher, ob ich werde, was ich bin.
Manchmal fühle ich mich wie der kleine Prinz,
ich suche meinen Stern, aber finde nicht mehr hin.
Ich bin gefangen auf der Erde und ich bin
so wie alle auf der Suche nach dem Sinn.
Manchmal fühle ich mich wie der kleine Prinz,
ich suche meinen Stern, aber finde nicht mehr hin.
Ich bin gefangen auf der Erde und ich bin
am verzweifeln, denn die Herzen hier sind blind,
doch man sieht nur mit dem Herzen gut.
Track Name: Aywah
08. Aywah

1. Wir sind nicht mehr als ein Flüstern der Zeit.
Eines Tages kehren wir zurück in den Wald.
Wo die Sonne scheint und über die Blätter streift
lauschen wir dem Zwitschern in den Zweigen und begreifen unser Glück.
Das Licht blitzt im Tau der Morgenstunde auf
und die Sonnenstrahlen tanzen übers Laub.
Ich liege zu Füßen eines Baumes zwischen abertausend Blüten,
deren Düfte mich durchfließen und entführen in ein Traum
und ich staune - ein sirrendes Flimmern hängt in der Luft
und ich lausche der Stimme im Inneren dieses Flusses.
Das Rauschen des aufbrausenden Windes im Geäst,
eine Spinne webt ihr Netz und verliert feine Strähnen.
Die Fäden trägt der Wind durch den Schleier eines Zaubers,
der die Zeiten überdauert und ich atme wieder auf.
Spür das Leben, wie es fließt, wie es blüht,
wie es nichts anderes gibt als das Dasein an sich.
Hier am Ufer eines Sees berühre ich die Seele dieses Waldes,
streife mit dem Finger leise über Gräser, über Halme,
bin bedacht auf jeden Schritt, so ergriffen von den uralten Stämmen,
deren Äste übers Ufer hängen.
Noch haben sie die Menschen überlebt und erzählen dir von Ewigkeit,
erheben deinen Geist, waschen deine Seele rein.
Jeder Fels, jeder Stein kann verstehen, was sie flüstern,
wenn die Äste die Oberfläche küssen.
Geschichten aus ferner Vergangenheit,
denn nur sie wissen, wohin die Sterne wandern seit Anbeginn der Zeit,
wie viel Licht hinter dem Schatten bleibt,
wie lange es dauert bis das Wasser einen Stein schleift.
Ich will sie greifen, diese Schönheit der Unendlichkeit.
Leben ist nur schön, weil es letztendlich vergänglich bleibt.
Doch der Mensch begreift nicht, dass er lernen muss,
dass nicht die Erde, sondern er eines Tages einmal sterben muss.

2. Guck, hier standen früher Bäume. Weit und breit
sehe ich heut nur noch Asphalt, graue Gebäude überall.
Es scheint den Leuten zu gefallen, sie zäunen uns hier ein,
doch alles, was sie aufgebaut haben, bedeutet einen Scheiß!
Geh und fick dich! Hat es nicht gereicht, dass wir am Leben sind?
Warum denkst du, dass wir andren Spezien überlegen sind?
„Na, weil wir denken können.“ - ach, ja, stimmt, das seh ich immer
wenn du einen Befehl entgegen nimmst.
Echt toll, wie du nachdenkst, wenn du Krieg führst und deine eigene Art bekämpfst.
Dein Verstand ist messerscharf - Bastard Homo Sapiens!
Du hast Gesetze nötig, die dir sagen: Tu nichts Böses!
Aber für deine Regierung darfst du gerne Menschen töten.
Du verblödetes Stück Scheiße, guck Stern TV und Wetten, dass…?
aber es ersetzt nicht das, was du längst vergessen hast.
Denk mal nach, die einzige noch verständliche Empfindung
angesichts dieser Entwicklung ist für mich nur noch der Menschenhass.
Ich grenz mich ab von dem Weltbild, dass ihr euch erschaffen habt.
Geld und Macht lenken den Mensch lebendig in ein Massengrab.
Auf dass es ein Ende hat! Untergang in Echtzeit.
Guck aus dem Fenster und krieg Brechreiz.
Und du denkst: „Alter, das wird mir hier jetzt zu pathetisch.“
Ja, dann fickt euch doch, ihr Wixxer habt die Wahrheit zum Klischee gemacht!
Menschen sterben jeden Tag, weil sie kein Brot mehr haben.
Was für ne Katastrophe, wenn Piloten in ein Hochhaus krachen…
Mir ist das scheißegal, so hart es auch klingen mag.
Es gibt echt keinen Menschen mehr, mit dem ich Mitleid hab.
Und, Nutte, bis ins Grab geh ich auf Distanz.
Sieh, ich hasse mich genau so sehr wie euch und bleibe ein Leben lang anti!
Track Name: Baumhaus
09. Baumhaus

1. Ich habe mir ein Baumhaus gebaut,
mitten in der Krone ragt es auf aus dem Laub.
Draußen in der Stadt war alles grau, ich ging raus
in den Wald und habe mir ein Baumhaus gebaut.
Von außen sieht es aus, als wäre da keins.
Da kommst du auch nicht weiter mit deinem Jägerlatein.
Die Meisen und die Krähen kehren täglich dort ein
und haben meistens Halme oder Gräser dabei.
Und sie bauen sich ein Nest in den Zweigen
über meinem Bett, sie haben ein Recht hier zu bleiben.
Denn alles andre wäre menschliche Einfalt,
wie käme ich dazu, ihnen Grenzen zu zeigen?
Sie sind mir lieber als die Menschen.
Wir sind noch primitiver als die Tiere wenn wir denken.
Aber nennen uns die Krone der Schöpfung,
schöpfen aus den Vollen, fallen um vor Erschöpfung, ja toll.

Refrain:
Ich habe mir ein Baumhaus gebaut,
mitten in der Krone ragt es auf aus dem Laub.
Draußen in der Stadt war alles grau, ich ging raus
in den Wald und habe mir ein Baumhaus gebaut.
Ich habe mir ein Baumhaus gebaut,
mitten in der Krone ragt es auf aus dem Laub.
Draußen in der Stadt war alles laut, ich ging raus
in den Wald und habe mir ein Baumhaus gebaut.

2. Ich habe mir ein Baumhaus gebaut,
mitten in der Krone ragt es auf aus dem Laub.
Draußen in der Stadt war alles laut, ich ging raus
in den Wald und habe mir ein Baumhaus gebaut.
Und ich muss sagen, ich bin irgendwie zufrieden,
kein Stress, kein Job, keine Hürden, keine Krisen.
Ich muss lächeln, denn ich seh die Welt und bin ein Teil von ihr,
warum sollt ich sie beherrschen? Alles ist, wies sein soll, hier,
wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.
Über mir kein Bundesadler, nur paar Astgabeln.
Hör den Specht hämmern, seh den Dachs graben
und sehe ein paar junge Rehe in dem Bach baden.
Niemand sollte Macht haben über die Welt,
über die Natur, vielleicht nicht mal über sich selbst.
Alles ist perfekt, wenn die Dinge ihren Lauf nehmen.
Um das zu sehen, musst du nur auf einen Baum gehen.

Refrain  
Track Name: Eine kleine Utopie
10. Eine kleine Utopie

1. Eines Tages sitz ich in meinem Garten,
nippe an meinem Glas, blick zurück auf alte Tage,
trage schütteres Haar und mein weißer Bart liegt
über meiner Brust wie ein breiter Harnisch.
Ein Tag, wie er wohl schöner nicht sein kann,
im Einklang mit mir und dem Rest der Gemeinschaft.
In meiner Hand ein verblichener Einband, ich lese
in Dostojewskis Meisterzählungen und sehe auf,
hör die kleinen Kinder rufen,
klapp das Buch überm Zeigefinger zu, schau ihnen zu,
wie sie in der Sonne durch den Garten rennen,
über den Rasen, bis sie völlig außer Atem sind.
Ich nehm das Buch, klappe es nun zu,
ruf die Kinder und sie rennen lachend auf mich zu.
Kommt mal her, machts euch auf den Stühlen bequem
und dann hört zu, ich will euch mal von früher erzähln.

2. Als die Bäume noch nicht tot warn,
bin ich als Junge durch die Wälder gestromert,
über die Felder und großen Hügel am Rande der Stadt,
da drüben war einmal ein Basketball-Platz und kein Kraftwerk.
Und die Blumen blühten noch auf,
nicht so wie die Plastikscheiße in den Kübeln vorm Haus.
Ja, ich weiß, Mama sagt, ich soll nicht fluchen,
aber manchmal muss man es auch sagen wenn etwas nicht gut ist.
Und ihr wisst auch, dass Papa mal ein Rapper war
und je mehr man da geflucht hat, na, um so besser wars.
Aber das soll jetzt nicht heißen, dass ihrs übertreibt.
Und sagt der Mama nichts, ihr wisst, die wird sonst wütend.
Wie gesagt, ich hab mal Rap gemacht.
Damals schrieb ich noch mit Tinte meinen Text aufs Blatt,
nicht mit Handy, wie die Menschen von heute.
Ihr wisst ja, dass ich gerne mal die Technik verteufel,
doch ich muss ehrlich sein: ohne Computer und die MPC
wäre Musik zu machen damals sicher schwer gewesen.
Obwohl, bevor das mit der Technik anfing
hatten wir im Proberaum ne Band mit Onkel Martin.
Wisst ihr noch, was ne Gitarre ist?
Ja, dieses Ding aus Holz mit Saiten, ja, sowas hatte ich auch mal.
Aber ich will hier nichts schönreden,
es gab auch andre Zeiten, Tiefen und Höhen eben.

3. Und was ich euch erzähle ist vielleicht jetzt etwas hart,
doch ihr müsst wissen, dass ich mal ein Krimineller war.
Ja, ihr hört richtig, doch alles, was ich tat,
wären heute Dinge, die nicht mehr bestraft werden.
Denn alles das, was früher mal verboten war,
sind heute Dinge, wo der Staat die Monopole hat.
Onkel Martin wäre damals fast in Knast gegangen,
heute hat er ne Lizenz und baut Cannabispflanzen an.
Aber Kinder - Finger weg davon!
Damit fangt ihr mir erst an, wenn ihr Pickelchen bekommt.

Denn diese Drogen-Sache kann auch mal schnell schief gehn,
euer alter Papa kann euch davon nur ein Lied sing.
Ja, wir haben echt viel Blödsinn gemacht,
über das Leben gequatscht, manchmal bis spät in die Nacht.
Wir warn jung, wir warn dumm, haben Pläne gemacht
und kaum einer ging auf und trotzdem leben wir noch.
Denn wir haben uns nicht unterkriegen lassen,
manchmal muss man auch mal streiten und die Funken fliegen lassen.
Doch dann muss man sich auch wieder vertragen,
ihr könnt ja Onkel Buddha oder Onkel Friedrich mal fragen
oder den dicken Onkel Nemo.
Es ist nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen, da seid euch mal sicher,
aber meistens ist es schön. Es gibt viele Tage,
wo man sich nicht fragt: Warum? sondern wo man einfach da ist.
Und wenn man etwas findet, dass man gerne macht,
dann rückt der Tod in weite Ferne ab.
Wie mit Onkel Jonez - ja, ich weiß, das hab ich schon oft erzählt,
doch ohne ihn wär ich nicht da, wo ich heute steh.
Ich hab mit ihm viele Sommer verbracht, 
der Russe hat Holz gehackt und wir haben Feuer gemacht
und wir haben gelacht, so wie ihr gerade eben
und es war okay, dass auch diese Tage mal vergehn.
Denn Kinder, wisst ihr, wenn man gute Freunde hat
wird jeder neue Tag zum Freudentag
und mit jedem neuen Schlag, dem einen das Leben versetzt
wird man wesentlich besser fertig als man eben noch denkt
wenn man paar Leute hat, die einen sogar dann noch lieben
wenn man grad wieder ein Arsch ist, ein regelrechtes Biest.
Ja, ich weiß, Mama sagt, ich soll solche Worte nicht benutzen,
doch alles andre wäre Unsinn.
Ihr sollt nur eins aus den Geschichten lernen:
Jetzt ist die Zeit, die ihr später mal vermissen werdet.
Aber lasst euch nichts erzählen von einem alten Mann,
geht einfach spielen - und habt euch lieb :)

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