MandalaMind EP

by Nemo

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1.
Omen 03:36
Nemo - kein echter Überflieger wie Atreyu/
 Das Mikrophon in meiner rechten Pfote und es steht mir gut/
 Betrete das Rednerpult
/ Ihr spuckt große Töne, Bitches! aber ich bin das Metrum/ 
Ich bin ein Knetscher, verpeilt wie Jerry Fletcher/ 
kein Schreiber wie Erich Kästner - bei Weitem kein fetter Rapper/ 
doch ich ergreife das Zepter, denn meine Zeilen sind besser/ 
als die seichte, weichgespülte Scheiße von euch Blendern/ 
Lächerlich, ich mach Beats wie keiner es macht/ 
keine Samples, ich mach noch Beats aus eigener Hand/ 
Ich habe vielerlei Seiten, ´ne Menge Input zum Schreiben/ 
und mit 5ünfhundert die tighteste Crew an meiner Seite/ 
Und komm mir nicht mit deinem Meilensteingelaber
/ Ich zerstör mit mei´m Geschwader dein Kasperletheater/ 
Bring das Land zum Schreien wie Meinhof und Baader/ 
und hauch dir wieder Leben ein in deinen Kadaver/ Nemo - nicht wirklich auserwählt wie dieser Neo/ 
Die Pulle Korn in meiner linken Pfote und sie tut mir gut 
/Trinke vom Lebensmut/ 
Ich weiß schon was ich tue, wirklich! bitte spar dir die Belehrung/ 
Egal wie du mich drehst oder wendest/ 
Mein Geist knebelst oder fesselst - Für mich bremst oder wendest/ 
Du mit Tränen oder mit einem Lächeln versuchst mein Leben zu lenken/ Nur damit ich deinen Vorstellung´ entspreche
/ Schaffst du es nicht mich zu schematisier´n/ 
denn ich mache was ich will, ganz egal was passiert/ 
Und wenn du es wirklich so gut mit mir meinst 
schenke mir Vertrauen und nimm mich einfach so hin wie ich bin/ 
Ohne jegliche Erwartung oder Kompromiss/ 
sondern einfach so unperfekt wie ich eben bin/ 
Ich geh meinen Weg 
auch wenn ich scheiter/ hab ich wenigstens gelebt wie kein Zweiter/ Vorhang auf, ich begrüße dich in meinem Kabinett/ 
Ein Kabinett, in dem dein Spiegelbild dein Sein zerfetzt/ 
Bedenke, du wirst dich verletzen/ 
beim Versuch Scherben wieder zusammenzusetzen
2.
Ey jetzt wird wieder in die Hände gespuckt/ Unser Leben dreht sich nur noch um Exzesse im Suff/ Hab deiner Bitch nur kurz zwischen die Lenden geguckt/ und hätt im Endeffekt lieber meine Schwester gebumst/ Und geh mir weg mit deiner Spiegelreflex liegt der Spiegel voll Pep - zeigt sich mein Spiegelreflex/ Denn ich habe schon seit zwei Wochen kein Speed gezogen/ daraufhin wird erstmal zwei Wochen lang Speed gezogen/ Kommen immer noch besoffen zum Vorglüh´n [Hoa Schön] - Tollkühne Mordstypen/ Du redest von Koks und Nutten, doch fickst auf Peppen deine Alte/ Du suchst ihre Nähe, doch die Alte sucht das Weite/ Komm mit Sperma, Schwert und Gasmaske/ Hä, warum, kein Plan! doch Bitches lutschen meine Hasslatte/ Irgendwann bring´ mich meine Laster um/ Vom Sofa in die Anstalt ist es nur noch ein Katzensprung/ Und ich gebe ein´ zum Besten und kippe mir den nächsten/ Whiskey in mein Glas und werd euch auditiv belästigen/ Der Speichel läuft, denn sie sind heiß auf meinen Scheiß, als wärn´s Bananen aus´m Westen/ Reich mir mein Schäumchen - ich kippe mich weg/ Breche bei dir ein und lege mich zu den Kindern in´s Bett/ Doch nach gar nicht langer Zeit habe ich deine Kinder verschreckt/ denn ich hab in meiner Kimme noch ´ne Pille versteckt/ Ich bin minderbemittelter Dreck und nicht zukunftsweisend/ auf eure Zukunft scheiß ich, als wäre´s meine eigene/ Bin konsequent und nicht feige/ und geh mit Paukenschlag und Donnerhall auf meine letzte Reise/ Was Tage, Bitch – ich hab meine Jahre/ Und beschere der Welt das Ende wie biblische Plagen/ Ich schiele, bin ich harte und find somit meinen Mittelweg/ Und kipp literweise Bier, da ich weiß nur das Innere zählt/ Werd bedient mit Gaben, wie der Typ aus Betlehem/ Und schon schlägt mein Herz in 190 Bpm/ und du rappst jetzt Texte mit Weitsicht?/ Dann denk doch bitte an das Quellenverzeichnis
3.
Ich bin im Arsch und hänge ab wie Gardinen/ Ich bin geistig kastriert und hab ´ne Scheibe wie Knie/ Cèst la vie, Stand up, please!/ Denn ich lege los als würd ich grade Scrabble spiel´n/ Doch bekomm´ es nicht gebacken wie ´nen Bäckerslehrling/ Doch kein Stress – Ich mach mir keinen Harten wie meine Ex/ Ich bin Meister der schlechten Vergleiche/ Ich rappe nicht – ich erbrech meine Scheiße/ Was grinst´n mich jetzt an, ey? Ich hab nur aus Versehen gelacht/ Also tu nicht so als wär´n wir beide seelenverwandt/ Früher hab ich ausgelassen im Regen getanzt/ Heute bin ich ´ne Kartei beim Seelenklempner im Schrank/ Bin kein Lebemann und folge dem Lustprinzip/ und lass für ´nen Fuffi für die Bravo meine Muskeln spiel´n/ Und das Titelblatt ziert jetzt/ mein 20er Bizeps/ Immerhin besser/ als dieser David Guetta/ Ich und meine Jungs, wir sind voll chillig drauf/ vo-vo-voll chillig drauf, wir sind voll chillig drauf/ Wir treten aus der Crowd deiner Fotze in den Bauch/ Bis sie Organe scheißend den Dancefloor versaut/ Snackboy - jetzt werden wieder Bitches begrapscht/ Splitterfasernackt vor´m Lidl viertel nach 8/ Und du kommst mit Glocks und Messer – ich mit Pinnadeln, Spast/ Und schlage dir mit ´ner Stimmgabel die Kinnlade ab/ Stimmt so du HuSo/ - Du bist vom anderen Ufer wie Robinson Crusoe/ Seh ich bekiffte Bitches, die sich ihr kack Lachen nicht verkneifen/ Krieg ich gleich Bock ihnen das Gesicht rauszuschneiden/ Mein Gott ich bin nicht gemein – ich bin nur etwas gereizt/ Und fühle mich viel zu nüchtern, um mich jetzt nicht zu streiten/ Deswegen trink ich hastig die Pulle Stroh 80/ Meine Definition von Nachtschicht/ Und komm mir ja nicht mit „Kannst du auch so Englisch Rap?/ So Oldschool Shit? So richtig noch mit Message drin?”/ Yo: When I´m tall I become a Mystic Knight/ and kill a Bitch with knifes under a Mistelzweig/
4.
Guck Guck - Ich bin high wie mein Blutdruck/ Ich baller dir locker eine rein, bis du Blut spuckst/ Denkst du, dass ich seelenruhig dabei zuguck´/ wie du im gemachten Nest hockst, wie ein Kuckuck?/ Denn ich versinke langsam in meinem eigenen Saft/ Noch eine weitere Nacht und ich gleite vom Dach/ Und fliege durch die Stadt wie es ein Nachtfalter macht/ bis ich wie Mr. Bean unversehrt auf dem Asphalt aufklatsch´/ Mach doch bitte noch ´nen Vodka auf/ und wir saufen bis zum Morgengrauen/ Setz die Dornenkrone statt der Lorbeer´n auf/ und trage mein Kreuz auf der Schulter bis in´s Irrenhaus/ doch fliege sofort wieder raus/ denn ich seh zu irre aus/ für das gottverdammte Irrenhaus/ Ich bin nicht irre – glaub ich/ und starte ´ne Drohne und beende euer Leben via Mausklick/ Und es ist wieder das alte Lied/ Der Kopf so voll, wer öffnet mein Ventil?/ Weil ich es selbst nicht schaff´/ der Fokus auf mich selbst als ob ich Selfies mach/ Gib mir ´nen Sterni, nein zwei! – ey gib mir etwas was knallt/ denn ich bin im Self-Destruction-Modus zur Zeit/ Ich habe dank Filli mal wieder Juckreiz vom Tilli/ und liege mit Rasierklingen in´ner Wanne voll Whiskey/ Ich schwänger Bitches im Vorbeigehn/ ohne dass sie es merken – Yo Gleitcreme/ Ich fing an zu begreifen, ich glaube mit anfang 13/ dass ich komplett anders denke als die meisten/ Um was zu erreichen gehst du auch gern über Leichen/ doch dir wird wie den meisten der Reichen/ einfach das seichte reich sein nicht reichen/ Ich hingegen bin mit dem Nötigsten zufrieden/ In´ner abgeranzten Punkerbutze find ich meinen Frieden/ Ich setz den Aluhelm auf/ renne in´s Einkaufscenter und klär die Passanten über Magersucht auf/ Versuch in meinen Schuhen zu laufen – du schaffst nicht mal sie zu binden/ denn ich bin ´nen einäugiges Kind mit Sehschwäche unter den Blinden/ Vielleicht schaff ich´s auch deshalb nicht mich selber zu finden/
5.
Ein für alle Mal – Ich hab genug von dieser Scheiße deshalb sitz ich wieder hier völlig benebelt von der Line, ah Ich lass die Von der Leyen von der Leine stationier sie im nahen Osten – der Rest klärt sich von alleine Ich hab genug von euch Siehst du die Streifen dort am Horizont und das Essen ist verseucht Doch ihr rennt la-la-lachend durch die Traumwelt Siehst du den Mann an der Tafel, wie er sich den Bauch hält? Fick die Medien - sie manipulier´n dein Denken Ja, sie wollen dich lenken Sie beginnen zu richten, zu henken und deine weiße Weste in Blut zu tränken Und bist du ein tüchtiger Mann? Dann zünde doch mal eben noch ein Flüchtlingsheim an Das ist so üblich in dem Land wo Werte fehlen wie Menschlichkeit, Empathie und Toleranz Hol´ mir mal bitte die muttergefickten Flüchtlinge es ist Zeit für ein Feindbild denn der Deutsche ist noch einer, der was leistet Ich und meine Jungs stehn schon am 1. in der Kreide vor dem Bankautomat wie eine lebende Leiche Quid quo pro – ihr bekommt, was ihr verdient Das Land blutet, solang der Ami seine Fäden zieht Bündel deinen Zorn und lass es raus das ist deine Chance, Junge! - mach was draus raste aus!
6.
Ich hing zwar nicht mit NAS auf den Ohr´n auf dem Basketball court dafür im Park ab auf Korn Wir war´n zu jeder Jahreszeit dort - auch ohne Smartphone vor Ort doch diese Tage sind fort und Bruder, ich vermisse sie Ich weiß der Shit ist deep, doch weiß das du´s genau so siehst Heute meist alle fake wie ein Hütchenspiel trag die Zeit in meinem Herzen und beschütze sie Heute ballern wir Teile oder ziehen Speed Damals keine Langeweile, denn wir hatten uns, verdammt! Egal ob arm oder reich, schwarz oder weiß Russe oder deutscher – Jeder saß mit im Kreis Subkulturen da nicht ausgeschlossen außer Nazis, alter haben uns´re Faust genossen Jetzt hab ich Bock mit Schnaps in den Park zu gehen samt den Jungs, um einfach wieder in den Tag zu leben Und denk ich an die Zeit zurück hol ich sie wieder - Stück für Stück Bin immer noch auf der Suche nach Glück und weiß ich find es – Stück für Stück Doch renne immer nur im Kreis durch eine hässliche Welt in Schwarz/Weiß Alles was ich brauch ist Blatt und Stift Schreibe die Zeilen nieder – Stück für Stück Ich hing zwar nicht auf 2Pac-Tapes auf´m Fußballfeld sondern in Buden mit Friends So ging uns´re Jugend dahin auf Weed, Pep und Fuseldrinks weil keiner an die Zukunft denkt Immer im Stress mit den Eltern doch scheiß drauf, weil uns´re Gang wie uns´re Fam war Doch den Kampf gegen uns selbst gewannen wir erst jedes Mal mit dem allerletzten Whiskeyglas Immer wieder Krieg im Kopf und von der Liebe immer wieder viel zu viel erhofft In der Schule haben wir so gut wie nie gehockt und durch die Nacht hallten Parolen uns´rer Lieblingssongs Für alles gekämpft, was uns am Herzen liegt Und alle and´ren gehasst – einfach nur aus Prinzip Haben gepöbelt – ernteten Schläge und Tritte und die Zukunft verglomm mit dem allerletzten Zug an der Kippe
7.
MandalaMind 02:36
Und es wird mal wieder Zeit hier dieses Blatt vollzuschreiben und an den Worten zu feilen - zu viel verlorene Zeilen Ich habe zu lange nicht mein´ Arsch hochgekriegt und habe nur rumgelegen oder mein Bargeld versnifft Gezogen, gesoffen und mich selber verarscht hab mir selber gesagt: „Ja was soll´s? Geht doch klar, dikka!“ doch jeder weiß, ich bin Meister darin mir selbst was einzureden und dann auf alles einen Scheiß zu geben Verstoße gegen meine neugesetzten Prioritäten meist schon in dem Moment, wo ich sie ausspreche Ein Faulpelz tragender Traumtänzer vor dessen Mic kein Popkiller hängt, sondern ´nen Traumfänger Mein Flow zerreißt Staudämme und pflückt sich nebenbei ganz spielerisch am Ufer ein paar Augäpfel Will mich mit mir selber aussprechen ‚ doch verstehe mein Lallen nicht, auch wenn ich die Umwelt ausblende Reich mir die Hände, doch ich greife nicht zu Aus Eitelkeit und Angst vor Verlust oder Betrug doch würdet ihr aufhör´n mir die Hände zu reichen würd ich ironischerweise voller Verzweiflung nach euch greifen Habe schon lange nichts mehr ehrliches geschrieben doch woher soll ich wissen, dass ich grad ehrlich zu mir bin? denn meiner Meinung nach haben selbst die ehrlichsten Motive auch immer etwas Schlechtes inne liegen Kann man denn eigentlich wirklich selbstlos handeln? Was Gutes tun für and´re, ohne Hintergedanke? Tut man nicht auch die ehrenhafteste Tat für sein Ansehen, Karma, Ego oder alles simultan Klar ist das zynisch, doch denk mal drüber nach Mich jedenfalls belastet die Ungewissheit Tag für Tag denn wie definiert man nun einen guten Menschen? Man beginnt sich selbst und das Wort „gut“ in Frage zu stellen Oder nicht? Sag, siehst du´s so wie ich? Oder zaubert dir der Hochmut nur ein Lächeln in´s Gesicht Warum ich Dinge bloß so verschroben komisch seh? Mein Mandala Mind ist stetig am Kreisen wie Mobiles Such den Mittelweg zwischen Schwarz und Weiß doch selbst da ist es nur Grau und ohne Farben Doch bade nicht länger in Selbstmitleid sondern kämpfe bis zum Ende meiner Tage

credits

released August 25, 2017

Rap & Beats: Nemo
Artwork: Jonez Entertainment

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