Die fabelhafte Welt der Melancholie

by Nemo

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1.
03:00
Das ist für Taugenichtse, das hier ist für Idioten | das ist für Menschen auf Entzug und Menschen auf Drogen | das ist für „ach scheiß drauf, dann ist es halt verboten“ | das hier ist Leidenschaft und Herz und nicht Spielen nach Noten | für alle, die betrunken Zuhause sitzen | sich die Haut aufritzen und grad ‘ne Frau vermissen | für alle die jedem Menschen mit Respekt begegnen | und von ihren Hemden noch das letzte geben | für alle die, die sich auflehn‘ | lieber draufgeh‘n woll‘n, doch die Scheiße in Kauf nehm‘ | für die, die noch wissen was Freundschaft ist | auch wenn sich einer nach dem anderen verpisst | das ist für den, der nach ‘ner Party meist den Bordstein küsst | eher zurückhält und sich nicht gerne mit Lorbeeren schmückt | für Verschwörungstheoretiker | das ist für mich, dem gestörten Melancholiker Das ist für die, die im Herzen immer noch Punker sind | für alle, die seit Tag 1 selbstlos und dankbar sind | für Menschen in sozialen Berufen | Arbeitslose mit Visionen oder mit ‘ner Berufung | für alle, die jeden Tag saufen | die Alkohol brauchen, um endlich gerade zu laufen | das ist für Helden und Diebe, gerngesehen und geliebte | steckend in’er legitimen Lebenskrise | für negative Schwarzseher | für aggressive, zynische am-Raddreher | für Tagträumer, Nachtwächter | Märtyrer und lebensmüde Drahtseiltänzer | ach was red‘ ich hier denn eigentlich | hör‘ doch selber rein, verschaff dir einen Einblick, das ist nur für Dich | Wird schon alles grau, sag fühlst du dich mies? | Dann bist du angekommen, in der fabelhaften Welt der Melancholie
2.
02:48
Ich könnte schreiben, wie cool ich bin und das ich den längsten habe | mir gutes Weed reinpfeif‘, dass ich ‘nen dicken Benz jetzt fahre | ‘ne fette Kette trage, mich stets mit Deppen schlage | das ich Homos ekelig find‘, doch andauernd zwei Lesben nagel | ich könnte schreiben, dass ich Straße bin und Waffen besitze | und das ich Hartes verticke, Big Boss und and’re Geschichten | könnte schreiben wie ach so schön das Leben ist | Friede, Freude, Eierkuchen, ist ja auch das Wesentliche | Aber so bin ich nicht verdammt | ich bin kein cooler G, ich bin ein Opfer verdammt | meine Welt ist anders, verdammt ich bin in meinem Kopf gefang‘ | in mein‘ Gedankengängen hab ich mich schon zu oft verrannt | bekomm‘ mein Leben nicht in Griff und fuck, ich ritze mich täglich | besauf‘ mich jeden Tag, trotz dass ich weiß es ist schädlich | ihr werdet’s nie verstehen und ich scheinbar auch nicht | Nemo, ein Niemand, nicht dieser Clownfisch Für die einen bin ich ein guter Freund, für die and’ren gestört | denn ich hab mich gesucht, doch hab mich dabei verirrt | in der fabelhaften Welt der Melancholie | komm‘ ich gebe dir ‘nen Einblick, doch zurück kommst du nie | drifte von höchster Hysterie, ab in Apathie | autoaggressive Euphorie | versuche immer noch die Wut zu händeln, doch sitze eh wieder im Bad mit Blut an den Händen | für dich hört sich das hart an, doch für mich ist das Normalität | ich weiß genau es gibt da draußen viele, denen es genauso geht | ich sollte aufhören zu jammern, aber ich bin nun mal so | der schwermütige Taugenichts, Borderline- Syndrom | ich will kein Mitleid, will keine wärmenden Hände | vielleicht lieb‘ ich den Schmerz und will gar nicht glücklich sein | ich bin nicht wie du, du bist nicht wie ich | Nemo, ein Niemand, nicht dieser Clownfisch
3.
03:44
Ich passe nicht in‘s Bild und sprenge den Rahmen | so gut wie nie ‘ne Message, doch ich hab ‘ne Menge zu sagen | und zwischen Wände schlagen und den Krämpfen im Magen | ist noch immer der Wunsch nach Haus und Kinder rennen im Garten | und zwischen endlosem Warten und verlorener Zeit | führ ich ein Leben in Mittelmäßigkeit | auch wenn ich immer noch in der Bahn sitz‘, statt ‘ner eigenen Karre | und täglich am Glas nipp‘ oder halt gleich an’er Flasche | regel ich stetig mein Leben auf meine eigene Weise | folge meiner Linie und zieh‘ meine Kreise | und weil ich dabei, hier und da, auf manche scheiße | denken sie natürlich, dass ich sie aus Hochmut meide | seht bitte, dass ich Prioritäten setzen muss | statt Fragezeichen setze ich lieber ‘nen Punkt | ich weiß das das leicht nach Egoismus klingt | doch fuck, es ist wie es ist, verdammt ich bin wie ich bin Und immer wenn mich die Stille erstickt | ich den Beat anmach, finde ich mich | und immer wenn mich die Wut zerfickt | ich den Beat anmach, finde ich mich | und immer wenn ich die Klinge auf die Haut drück‘ | der Alk‘ die Flucht in ein brüchiges Haus wird | wenn der letzte Funken Hoffnung auslischt | und ich den Beat anmach, finde ich mich Ich passe nicht in‘s Bild und sprenge den Rahmen | so gut wie nie ‘ne Message, doch ich hab ‘ne Menge zu sagen | und zwischen ‘ner Menge Fragen und ‘nem lästigen Schaden | ist noch immer der Wunsch, dass du dich melden tust eines Tages | doch fuck it, ich hab keine Kraft mehr um zu warten | und verschwunden ist der Wunsch nach Haus und Kinder und Garten | der Sturm reißt alles nieder, Fundamente zerfallen zu Staub | er folgt seiner Linie und zieht Kreise auf meiner Haut | und auf fremden Matratzen | find ich nicht mein Glück, sondern breche nur Herzen | ich lieg‘ tagelang im Bett oder bin tagelang weg | ziehe tagelang Pep, bis ich im Bad fast verreck | geblieben ist das Chaos meiner schwarzweiß Welt | doch der Nahtod zeigte mir, dass mich hier etwas hält | ich weiß, auch wenn ich’s jetzt noch nicht sehen kann | schon bald hebt sich der Schleier, so dass ich verstehen kann
4.
5.
04:10
Feuerwasser, dieses Brennen in der Kehle | ich liebe dich, hab dir mein Leben gegeben | bin jeden Tag besoffen, seit gut einem Jahrzehnt | und höre verdammt nochmal erst auf, wenn meine Leber sich strebt | jeder braucht ein Ventil, glaub‘ mir ich hab es gefunden | ein Schluck vom Jim Beam und der Kummer ist verschwunden | ich trinke alles, verdammt es muss nur brennen | doch geh‘ mir bitte weg mit Likör | ich bin kein schwuler Frisör | kippe den Whiskey, rein in die Kehle | fülle die Leere | beginne zu lallen und falle dann auf | schlage den Barmann dann mit meiner Faust | wenn die Bar leer ist | wenn die Bar leer ist, renne ich raus und besauf‘ mich zu Haus | mit Fusel und einer Frau | auf meiner billigen, chilligen Couch | und ich mach das nicht um krass zu sein | ich mach das einfach nur um nicht mehr abgefuckt zu sein | nehm‘ mir vom Leben, einfach nur noch das was ich brauch‘ | und hau‘ auf den Putz, bis die Fassade bröckelt, digga Feuerwasser, es brennt und es löscht | versuch ihm zu entkommen, doch es hat keinen Zweck | Feuerwasser wärmt dich, Feuerwasser macht dich kalt | es lässt dich glauben du siehst klar, doch es benebelt dein‘ Geist Feuerwasser, dieses Brennen in der Brust | kämpf‘ gegen die Sucht, doch verende nur im Frust | und schwör‘ jedem ich mach Schluss damit, jeden Tag zu saufen | und mir die Haare zu raufen, soll lernen gerade zu laufen | doch renn‘ in Schlangenlinien | hinter mir selbst her, doch bleib‘ erschöpft im Hamsterrad liegen | jeder meiner Freunde weiß, es ist ein Teufelskreis | weshalb jeder den ich kenn‘, häufig zum Feuerwasser greift | ich kann nicht schlafen ohne Alk‘, kann nicht labern ohne Alk‘ | kann weder mich, noch andere ertragen ohne Alk‘ | glaub‘ mir es ist verrückt | schaue schielend in die Flasche, auf der Suche nach Glück | und komm‘ ihm immer näher | Schluck für Schluck, Stück für Stück | bis ich aufwach‘ mit ‘nem Kater und Gedächtnislücken | ich weiß irgendwann kommt alles mal auf mich zurück | doch bis dahin geb‘ ich kein Fick und hab‘ den Whiskey gezückt
6.
7.
03:40

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Beats: Nemo

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released January 22, 2016

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5ünfhundert Germany

Buddha, Friedrich Chiller, Jibba, Martini, Nemo.

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